DIE FRAU VON FRÜHER

Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste / FernsehfilmFestival Baden-Baden

Frank und Claudia wollen nach Toronto. Die Wohnung in Deutschland ist schon leergeräumt. Gleich kommen die Freunde zum Abschiedsumtrunk. Da steht plötzlich diese Frau im roten Kleid vor der Tür. Sie gibt sich als Franks Jugendliebe zu erkennen, der er vor 24 Jahren ewige Liebe geschworen hat. Die will sie jetzt einfordern. Dabei sind Frank und Claudia auch schon seit damals verheiratet und haben einen fast erwachsenen Sohn, dem der Umzug auf den fernen Kontinent gar nicht passt, hat er sich doch gerade frisch verliebt. Aber auch für das etablierte bürgerliche Paar entwickelt sich der Besuch der „Frau von früher“ zur Bedrohung. Sie ist sich sicher, dass sie Frank und Claudia auseinander bringen kann und bald kommt alles auf den Tisch was die Beziehung der beiden bisher definiert hat und alle Lügen und Selbstbetrügereien auch. Ein intelligentes Kammerspiel darüber was geschehen würde, wenn uns die „Schatten der Vergangenheit“ eines Tages ganz persönlich besuchen würden. Die abstruse Situation entwickelt ganz ungeahnte Folgen für alle Beteiligten. Bald kann keiner mehr Erinnerung, Wunschträume, Ängste, Schuldvorwürfe und Sühnegedanken mehr auseinander halten. Wer hat geklingelt: tatsächlich eine Frau von früher oder doch der Teufel selbst.

ProjektSzenenbild + Kostüm, Spielfilm, 2013RegieAndreas KleinertBildgestaltungJohann FeindtProduktionPeter Heilrath FilmproduktionStandfotosPeter Hartwig